21.09.04
Nachlese Landtagswahl Sachsen und Brandenburg.
Heute möchte ich eine kleine Nachlese zu den am Sonntag durchgeführten Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg geben. Zusammengefaßt läßt sich sagen, dass die SPD sich erholt hat, die CDU der Verlierer der Wahlen ist und sich an den Rändern (links und rechts) immer mehr Wähler tummeln. Die PDS ist stärker geworden und die Rechten (NPD,DVU) ziehen in beide Landtage ein. Skandal! Zumal inhaltlich fundierte Aussagen fehlen. Abtauchen bis zur nächsten Wahl und zur nächsten Plakatlieferung aus München.
Die Frage, die sich mir in diesem Zusammenhang stellt: Bringen Gesichter oder Parteiprogramme die Menschen an die Urnen. Politik ist Überzeugungsarbeit. Wird von Menschen gemacht und vertreten. Sind es Sympathien oder Parteiprogramme, die uns entscheiden lassen wen wir wählen. Die folgenden Fotos sind von Politikern, die sich allesamt der Wahl am vergangenen Wochenende stellten (Sachsen sowie Brandenburg). Ich möchte ein Experiment damit machen. Es ist ganz simpel. Einfach alle Bilder angucken und die drei Frage unten beantworten (ohne Google zu quälen ;-).
Kandidatin 1
|
Kandidat 2
|
Kandidatin 3
|
Die Fragen, die ich nun habe sind:
1) Wer gehört welcher Partei an?
2) Wer hat wie viel Prozent der Stimmen in seinem Wahlkreis gemacht?
3) Wer hat wie viel Prozent Verlust im Vergleich zur letzten Wahl gemacht?
Die Auswahl zu 1)
CDU, SPD, PDS, DVU, NPD
Die Zahlen für 2)
33,8%
25,1%
20,5%
Die Zahlen für 3)
-14,9%
-6,6%
-4,4%
Jetzt einfach mal alle drei Variablen/Fragen zu den jeweiligen Kandidaten zuordnen und als Kommentar posten. Auflösung gibt es morgen...
Auflösung
Kandidatin 1![]() Name: Friederike de Haas Partei: CDU/Sachsen Direktmandat: ja Prozent: 33,8% Verlust zu'99: -14,9% | Kandidat 2![]() Name: Ingo Mader Partei: CDU/Brandenburg Direktmandat: nein Prozent: 20,5% Verlust zu'99: -6,6% | Kandidatin 3![]() Name: Getrud Klatt Partei: CDU/Brandenburg Direktmandat: nein Prozent: 25,1% Verlust zu'99: -4,4% |
Die Zahlen für die Gesamtwahl in beiden Längern sind ja bekannt. Ich finde es beeindruckend welche Implikationen sich hier anstellen lassen. Meine These, dass Gesichter eine Wahl in hohem Maße mitentscheiden können, wird durch das obige Beispiel unterlegt. Ein freundliches Gesicht macht einen Poltiker erfolgreich. Kandidatin 3 hat nicht nur mehr als den Landesdurchschnitt Ihrer Partei erreicht, sie hat auch weit über Durchschnitt die Verluste in Grenzen halten können. Beides ist bei den anderen Kandidaten der gleichen Partei nicht der Fall.
Gesellen sich zu einem angenehmen Äußeren Eloquenz, Fachwissen und das richtige Parteibuch, hat man einen "wählbaren Kandiadten". Leider werden solche Typen immer seltener.















Die Frau von der CDU heißt Friederike de HAAS, nicht Hass ;)
Kommentiert von: Bit am 31.10.04 18:54Glaub mir, ich wohne in ihrem Wahlkreis