Meen Blog - Die neuen Besoldungstabellen zum Download


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23.06.04

Die neuen Besoldungstabellen zum Download


Gültig ab 01.08.2004 sind heute die neuen Besoldungstabellen für Beamte veröffentlicht worden. Wer wissen möchte was sein verbeamteter Schwager, der Lehrer der Kinder oder die schnippische Finanzbeamtin so verdienen klickt hier (40KB pdf).

Die vollständige Amtsschimmeldröhnung gibts bei:
nlbv.de "Besoldung - Tabellenwerke".

Übringens

in Besoldungsordnung R10 im Alter von 27 Jahren erhält man als Grundgehalt 10.394,78 EUR pro Monat [wohl eher eine unrealitische Konstellation]. Der Verdienst anderer Gehaltsgruppen ist auch nicht zu verachten und reicht auf alle Fälle dazu den ein oder anderen Beamten-Witz über sich ergehen zu lassen.

Das deutsche Beamtensystem hat seinen Ursprung im alten feudalistischen Preußen. Im Gegensatz zu Monarchie und Feudalismus hat dieses System überlebt und erfreut sich bester Gesundheit. Ist das noch zeitgemäß? Amtsschimmel adé!

Nachtrag: Nach einem eingehenden Gespräch mit einer Bekannten (arbeitet in einem Amt) weiß ich nun, dass heutzutage kaum noch Beamte ernannt werden. Neue Bestrebungen lassen auch die kameralistische Buchhaltung immer mehr ins Hintertreffen geraten. Alles wird wie in einem Industrieunternehmen gemacht. Auch der Verdienst orientiert sich bald an dem was jemand macht und nicht nach seinem Alter. Alles begrüßenswert meiner Meinung nach. Aber wie sieht die Realität aus? "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr". Ich bin gespannt wie sich die alten Sesselpupper ad hoc vom biederen (Fast-)Beamten zum serviceorientierten Mitarbeiter einer Bürgeragentur entwicklen. An die Metamorphose der Schreibtisch-Legastheniker mag glauben wer will. Ich werde sicher keine Bürgeragentur besuchen dürfen, die diesen Titel verdient, bevor auch der letzten Erbe der feudalen Religion "Beamtentum" das Zeitliche gesegnet hat. Amen!


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  • Marius um 12:28 in [Gut zu wissen] | Permalink | Kommentar abgeben (5) | Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

    Moin,

    zum besseren Verständnis, die Besoldungsgruppe R sind Richter!!!! Es ist nur theoretisch möglich mit 27 Jahren R 10 zu bekommen!!!! Das sind besondere Dienstposten (Präsident des Bundesverwaltungsgerichts usw.) Ganz wichtig...erst das Gesetz lesen...dann was dazu sagen!

    MfG

    Kommentiert von: Michael am 29.07.04 14:04

    Ich kann mich den Worten meines Vorredners - Michael - nur anschließen: Erst informieren, dann reden.
    Keine Frage, dass es die Beamten in der heutigen Zeit gegenüber der freien Wirtschaft - was die Sicherheit des Arbeitsplatzes angeht - besser haben (was kaum einer weiß - den Angestellten geht es hier ebenso gut, da sie prinzipiell genauso unkündbar sind).
    Unser Problem: Wir haben keine Lobby. Wer weiß eigentlich, dass die Beamten in NRW seit dem 01.01.04 die 41 Stundenwoche haben, gleichzeitig das Urlaubsgeld komplett gestrichen, das eh schon eingefrorene Weihnachtsgeld um die Hälfte gekürzt und die Selbstkosten zur Krankenkasse erhöht bekommen haben? Die meisten denken doch, dass wir noch nicht einmal Steuern zahlen.
    Und die meisten vergessen, dass Polizisten und Feuerwehrleute auch Beamte sind. Und die Masse von ihnen arbeitet im mittleren Dienst. Lieber Marius: Gucke doch mal bitte in der Besoldungstabelle nach, was ein durchschnittlich mit A 7 bezahlter Feuerwehrmensch BRUTTO verdient. Würdest du dafür deinen Kopf hinhalten, seinen nicht ungefährlichen Job machen, viel mit zum Teil sehr übel aussehenden Leichen zu tun haben wollen?
    Jeder von den Jungs sollte ungesehen 1.000 € mehr im Monat verdienen, von mir aus noch mehr.
    Das Problem ist viel weiter oben angesiedelt. Es kann nicht angehen, dass die breite Masse der Beamten immer mehr Kürzungen hinnehmen muss (Streiken ist ja verboten) während sich die Politiker alle neun Monate die Diäten erhöhen. Aber da nehmen sie doch lieber die "kleinen" Beamten, weil die ja eh keiner leiden kann. Es ist einfach nicht fair denen gegenüber, die sich für unsere Sicherheit einsetzen und ihren Kopf für uns hinhalten.
    Ansonsten bin ich absolut deiner Meinung, dass das Beamtensystem völlig überholt und unzeitgemäß ist. Ich würde sofort mit einem Angestelltenjob tauschen!!!
    Mein Wort zum Freitag.

    Heidi

    Kommentiert von: Heidi am 06.08.04 14:16

    liebe unwissende,
    die unkündbarkeit ist definitiv der einzige vorteil des beamtenstatus. oder wusstet ihr daß,
    - beamte MEHR einkommensteuer zahlen, weil die z.b. geringere vorsorgeaufwendungen absetzen können...
    - beamte zahlen die volle einkommen bzw lohnsteuer bis zum letzten tag ihres lebens auch aus der pension
    - beamte zahlen den vollen beitrag ihrer krankenversicherung bis zum letzten tag ihres lebens (keine ermässigung wie bei rentnern, sondern zuschläge wegen alter)
    - die beamtengehälter im vergleich zur wirtschaft in den letzten 25 jahren um etwa 30% und im vergleich zu den angestellten des öff. dienstes um etwa 20 gesunken sind.
    - heute zwar noch die angestellten nicht mehr aber die beamten ein urlaubsgeld (war mal maximal 300€ in der höchsten besoldungsstufe) bekommen.
    - fast alle beamte ohne lohnausgleich etwa 3 stunden pro woche mehr arbeiten als der angestellte nebenan.
    - vom beamten mehrarbeit ohne bezahlung verlangt werden kann, wenn es das geschäft erfordert.
    - ein bundesbeamter theoretisch von heute auf morgen von kiel nach garmisch versetzt werden kann..,
    - die meisten polizisten im mittleren dienst in A7 und A8 (Brutto ca.1600-2500€ max.) sind...,
    - beamtete grundschullehrer (Brutto ca. 2500-3500€ max)im ganzen leben NIE befördert werden ...,
    - der Kämmerer einer stadt der einen 100 mio€-haushalt zu verantworten hat nicht ein fünftel des örtlichen sparkassendirektors verdient....
    Diese Liste könnte man fast unendlich fortsetzen, es bleibt als einziger vorteil die unkündbarkeit, welche de facto auch bei den angestellten des öff. dienstes gegeben ist.
    grüsse A.Müller

    Kommentiert von: A. Müller am 24.08.05 10:27

    Meine Güte, traut sich denn hier keiner die Märchen dieser Beamtenbrüder mal mit ein paar einfachen Fakten zu zerpflücken?

    Die Mär vom kärglichen Beamtensalär:

    Zitat:
    "Lieber Marius: Gucke doch mal bitte in der Besoldungstabelle nach, was ein durchschnittlich mit A 7 bezahlter Feuerwehrmensch BRUTTO verdient."

    1: im Normalen Dienst sind weniger als 5% der Beamten beschäftigt, im mittleren grad mal 25 %, der rest ist gehobener und höherer Dienst.
    2: Beamte vergleichen immer Bruttogehälter, da Ihre Nettogehälter wegen fehlender AG, KV und RV Abgaben gut 30% über dem Nettogehalt eines Angestellten liegen.
    3: Von den Zuschlägen mal abgesehen, 100Euro pro Monat wenn man verheiratet ist, 200 Euro pro Kind pro Monat zum Kindergeld noch dazu etc. etc.

    Zitat
    "- beamte MEHR einkommensteuer zahlen, weil die z.b. geringere vorsorgeaufwendungen absetzen können..."

    Stimmt nicht!
    Während der Angestellte nur einen Teil seiner Vorsorgeaufwendungen absetzen kann, nähmlich bis zum Freibetrag kann der Beamte meist alles absetzen. Was in der Regel jedoch nur sein 20% oder 50% Anteil an der KV ist und die bringt er im Freibetrag unter. Er zahlt weder RV noch AV Beiträge und hat daher bei gleichem Bruttogehalt ein höheres Nettogehalt. Bezogen auf das gleiche Nettogehalt bezahlt der Angestellte daher weitaus mehr Einkommenssteuer, da er nicht alle Vorsorgebeträge absetzen kann!

    Zitat:
    "- beamte zahlen den vollen beitrag ihrer krankenversicherung bis zum letzten tag ihres lebens"

    Stimmt wieder nicht:
    1: Beamte müssen sich nur mit 20% oder 50 % zuversichern, da der Staat im Krankeitsfall die Kosten bis zum Zuversicherungsanteil trägt! D. h. sie zahlen 1/2 bis 1/5 des KV Beitrages.
    2: Die Pensionen liegen prozentual weit über den Renten, selbst nach der Besteuerung der Pensionszahlungen und der KV bleit den Pensionären weit mehr als den Rentnern zum ausgeben!

    Zitat:
    "- beamte zahlen die volle einkommen bzw lohnsteuer bis zum letzten tag ihres lebens auch aus der pension "

    1.: Dafür bemisst sich Ihre Pension nicht am Durchschnittsgehaltes der Lebensarbeitszeit sondern an der letzterreichten Beförderungsstufe.
    2: Auch die Pensionshöhe ist um ca. 10% Punkte höher als bei Rentnern.
    3: Ich glaub sogar die bekommen sogar noch nen 13ten Pensionsscheck. Diese Informationen sind nicht so leicht zu bekommen, sowas wird der Öffentlichkeit gern verschwiegen.


    41h arbeiten, ich hab 60 im Schnitt und krieg keine Überstunden, kein Weihnachtsgelt und kein Urlaubsgeld!
    Wir könnten grad so weitermachen....

    Fakt ist, Beamte haben durchschnittlich netto ca. 30% mehr in der Tasche als bei einer vergleichbaren Tätigkeit in der freien Wirtschaft!

    Und das ist ein Skandal!

    Kommentiert von: R.Mattner am 22.11.05 00:25

    Liebe Beamten-Neider,

    falls ihr die Beamtenbesoldung im Verhältnis zur Tätigkeit (z.B. Stichwort Sicherheit, Bildung/Erziehung, u.a.) überbewertet seht (und dies scheint eine weit verbreitete Meinung zu sein), wie kommt es dann, dass dies sich nicht in den Berufswünschen von Jugendlichen und den Anmeldezahlen für diese Berufe (Ausbildungen, Umschulungen) wiederspiegelt?

    Kommentiert von: J.Fischer am 29.01.08 20:19


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