October 18, 2004

HOT or NOT (Fortsetzung)

Nachdem sich der erste Teil meiner „Irland: HOT or NOT“-Reihe auf die beiden Extreme, very hot bzw very not bezog, gehe ich nun im zweiten Teil auf die übrigen guten und schlechten Seiten in Irland ein.

DUBLIN
Einen klares Plus erhält die Stadt Dublin von mir für ihre internationale Atmosphäre. Seit Anfang des Jahres wohne ich ja in einer WG. In diesen 10 Monaten habe ich bisher sage und schreibe 13 Leute ein- und ausziehen sehen. Ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht. In drei Wochen z.B. geht Paolo wieder zurück nach Italien und dann kommt natürlich wieder jemand anders rein. Derzeitiger Stand in den Ländervertretungen: Italien x 2, Kroatien x 1, Deutschland x 1, Norwegen x 1, Chile x 1

GUINNESS
Als ein weiteres Plus muss natürlich das Guinness genannt werden. Schmeckt es doch nur hier in Irland wirklich gut. Wenn man im Pub sitzt und die Iren neben einem. Original halt.

INSEL
Eine andere Sache die mir so durch den Kopf geschossen ist, ist die Tatsache, dass Irland eine Insel ist. Das wusste ich zwar schon längst aus dem Erdkundeunterricht bei Herrn Rehe damals, doch für bare Münze wollte ich es zu diesem Zeitpunkt noch nicht halten. Da musste ich erst hier herziehen und es sozusagen mit eigenen Augen ansehen. Ob eine Insel nun unbedingt als Vorteil durchgeht, dass möchte ich dahinstellen. Jedoch kann ich meinen Enkeln später erzählen: „Ja, ja. Euer Grossvater hat damals auf einer Insel gelebt...“ Yes!

Jetzt will ich Euch nicht länger auf die Folter spannen. Wollen wir nun einmal die Kehrseite der irischen Medaille betrachten – alles was schlecht ist. Jetzt kann ich endlich ablästern. Dann macht Spass und ist eh einfacher.

WASSERHAEHNE
Da möchte ich zum einen über die irischen Wasserhähne tratschen. Die sind hier nämlich getrennt. Da gibt es einen für heisses und einen anderen für kaltes Wasser. Erwähnt sei auch, dass das heisse Wasser kochendheiss und das kalte Wasser eiskalt ist. Das Aufzählen der damit verbundenen Nachteile habe ich mir an dieser Stelle ordentlich verkniffen.

HINGEKOTZE/HINGEPISSE
Ein weiterer Nachteil ergibt sich aus dem vormals genannten Vorteil „GUINNESS“. In Irland wird ja doch schon sehr oft und viel getrunken. Nicht umsonst bestellt hier jeder immer gleich ein Pints (1/2 ltr) statt, wie in Deutschland ab und zu üblich, eine kleinere Dosis (0.3 ltr). Ist der Abend im Pub dann zu Ende und die Leute begeben sich auf den Nachhauseweg, kommt es nicht sehr selten vor, dass das überschüssige Bier am nächsten Schaufenster, auf dem Bürgersteig oder vor einer Eingangstür landet. Das geschieht entweder durch Hingekotze oder Hingepisse, je nach Pegelstand. Auch hier eine kleine Anmerkung: Wobei sich das Hingepisse auf den gesamten Tag bezieht, beschränkt sich das Hingekotze mehr oder weniger auf die Abend- und Nachtstunden.


Posted by Sascha at October 18, 2004 05:17 PM
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